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70 Jahre Luftbrücke von Faßberg nach Berlin

Der Uelzener Flugsportverein Cumulus lädt auswärtige Piloten nach Uelzen ein

Uelzen. An das Ende der Blockade Berlins vor 70 Jahren erinnert die Bundeswehr vom 13.-15. Juni auf dem Militär-Flugplatz Faßberg. Unter anderem werden dann auf dem ehemaligen Fliegerhorst rund 40 historische Propeller-Flugzeuge vom Typ Douglas DC 3 und DC 4 erwartet. Diese Maschinen sind als „Rosinenbomber“ in die Nachkriegsgeschichte eingegangen. Um auswärtigen Piloten den Besuch der internationalen Gedenkveranstaltung mit zahlreichen Flugvorführungen zu ermöglichen, bietet der Flugsportverein Cumulus e.V. sein Gelände als sogenannten „Satelliten-Flugplatz“ an.

„Wir wollen die Veranstaltung jenen zugänglich machen, die mit dem eigenen Flugzeug dicht ran wollen“, erklärt Detlef Frömming für den Uelzener Flugsportverein. Der Landeplatz EDVU sei quasi direkter Nachbar des Heeresflugplatzes. Das Gelände bei Barnsen biete Platz für Zelte, Übernachtungsmöglichkeiten gebe es auch in den umliegenden Ortschaften. Vereinsmitglieder würden die Gäste per Shuttle-Service in das eine halbe Auto-Stunde entfernte Faßberg bringen, erläutert Frömming das Angebot. Auch für das leibliche Wohl der Gäste werde auf dem Flugplatz Uelzen gesorgt: Morgens mit einem Frühstück und abends am Grill.

Die sowjetische Besatzungsmacht hatte den Westteil Berlins am 24. Juni 1948 durch eine Blockade abgeschottet. Damit sollten der von den Westalliierten kontrollierte Stadtteil und letztlich ganz Deutschland in das eigene politische System gezwungen werden. Ohne die Versorgung aus der Luft hätten allein die Lebensmittel-Vorräte kaum mehr als einen Monat lang gereicht.

Der Fliegerhorst Faßberg war ein wichtiger Pfeiler der Luftbrücke. Bis zu 450-mal am Tag starteten amerikanische und britische Flugzeuge von hier aus nach Berlin-Tempelhof, um die Bevölkerung mit Kohle zu versorgen. Am 30. September 1949 wurde die Luftbrücke offiziell beendet. Heute ist der Flughafen Tempelhof Geschichte, beklagt Detlef Frömming. Rosinenbomber und Candy Drop seien dem Vergessen preisgegeben. „Allerdings gibt es Menschen, die mitreißen können und es geschafft haben, die Luftbrücke noch einmal mit den historischen Luftfahrzeugen aufleben zu lassen. Am 15. Juni um 16 Uhr Ortszeit geht es los.“ Dann fliegen die Rosinenbomber noch einmal von Faßberg aus auf der alten Route nach Berlin.

Interessierte Piloten, die das Angebot des Flugsportvereins Cumulus wahrnehmen und Uelzen als Satelliten-Flugplatz nutzen möchten, melden sich bis zum 9. Juni bei Detlef Frömming mailto:luftbruecke2019@flugplatz-uelzen.de

 

Mit freundlichem Gruß,

Hartmut Merten

 

Hartmut Merten

FSV Cumulus e.V. Uelzen

Schriftführer

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