Drachen- und Gleitschirmfliegen: Frei wie ein Vogel

Das eigene Fluggerät auf dem Rücken? Unmöglich? Zukunftsmusik? Von wegen! Gleitschirmfliegen ist eine der puristischsten Möglichkeiten, in die Luft zu kommen. Alles, was man zum Fliegen braucht, passt in einen Rucksack. Kondition vorausgesetzt, lässt sich die Ausrüstung zu Fuß zum Startplatz bringen. Alle anderen nehmen Auto, Sessellift oder Bergbahn.

Gestartet wird meist von einem abschüssigen Startplatz hinab ins Tal. Wenige Schritte genügen, schon verlassen die Füße den Boden und der Flug beginnt. Der Pilot ist über sein Gurtzeug mit einer mehr oder weniger großen Anzahl an Leinen mit dem Gleitsegel verbunden und kontrolliert mit gezielten Impulsen Richtung und Geschwindigkeit.

Die Alpen gelten für viele Gleitschirmpiloten als das Traumrevier schlechthin. Doch auch Niedersachsens Flachland bietet viele Möglichkeiten für ausgedehnte Flüge. Gestartet wird dann an der Winde, die den Piloten direkt in die Thermik trägt.

Ganz ähnlich geht es beim Drachenfliegen zu. Hier ist die Technik allerdings aufwändiger, sodass ein Drache mit seinem tragenden Gestell beim Transport spürbar mehr Platz benötigt.

Beide Luftsportgeräte haben das Potenzial zu ausgedehnten Streckenflügen – wie beim Segelflug liefern Thermik und Hangwinde die Energie für viele Stunden in der Luft. Etappen von 200 oder mehr Kilometern mit dem Gleitschirm oder Drachen sind für geübte Piloten bei passendem Wetter möglich.

Ausbildung mit Spaß und Herausforderung

Die Ausbildung macht nicht nur Spaß, sie fordert den Schüler gleichzeitig auf ganzer Linie. Los geht es mit ersten Versuchen am Übungshang, der nach jedem kurzen Flug wieder erklommen werden muss. Es folgen die ersten, etwas weiteren Flüge zu entfernteren Landeplätzen. Die Prüfung in Theorie und Praxis zum Luftsportgeräteführer erfolgt unter Aufsicht eines Prüfers. Ein Training für Fortgeschrittene mit Einweisungen in fliegerische Grenzsituationen ist schließlich die Eintrittskarte für eigenverantwortliche Überlandflüge. 

Wer unabhängig von der Thermik fliegen möchte, für den sind motorisierte Gleitschirme eine Option. Mit dem Motor im Rücken lassen sich die thermik- und windstillen Morgen- und Abendstunden auch im Flachland genießen. Unter dem Begriff „Minimum“ gibt es auch motorisierte Drachen an Niedersachsens Himmel.

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