Drohnen haben nun eine Anschrift

Seit wenigen Wochen ist die landläufig so genannte „Drohnenverordnung“ in Kraft und wer die neuen ergänzenden „Spielregeln“ zur Luftverkehrsordnung (LuftVO) nicht beachtet riskiert ein Bußgeld. Jedoch sind die DAeC-Mitglieder seit Frühjahr 2017 fortlaufend informiert worden, so dass generell keine Probleme auftreten sollten.

Im Detail sind dennoch aus der Umsetzung der „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ Fragen aufgetreten, die im Wesentlichen drei Felder betreffen. Dazu nachstehend ein kurzer Überblick. 

  • Die Kennzeichnungspflicht

Etwas was bei Freiflugmodellen im Prinzip schon immer gemacht wurde, nur nicht „Feuerfest“. Der Modelleigentümer hat seine Anschrift auf dem Flugmodell angebracht um sicher zu stellen, dass ein aufgefundenes Modell wieder seinem Piloten zurückgebracht werden kann. Hier hat sich sehr schnell ein passables Angebot etabliert, bei dem für alle in Frage kommenden Modellflugklassen etwas dabei ist. In Design, Größe, Material und Gewicht. Zunächst war ganz besonders bei den Freifliegern die Befürchtung groß, dass durch die Plakette die Modelle zu schwer werden und an Leistung einbüßen.

  • Der Kenntnisnachweis

Dies ist schon einschneidend, da der Kenntnisnachweis eine völlige Neuerung darstellt. Hier gab es im Vorfeld einige besorgte Anfragen, ob, wann und wie der Kenntnisnachweis erworben werden kann. Und da das DAeC Angebot zum Kenntnisnachweis nur online angeboten wird, sind Modellflieger ohne Internet Zugang, wie auch jene die über das Internet keine Zahlungen abwickeln, im ersten Moment quasi ausgeschlossen.

Auch hier gibt es zur Bezahlung, wie auch der Durchführung, sehr pragmatische Lösungen mit der Geschäftsstelle in Braunschweig, so dass bisher jeder Interessent zu seinem Kenntnisnachweis gelangen konnte. Ganz wichtig, die Geschäftsstelle -Modellflug- in Person von Sebastian Brandes und Michael Thoma ansprechen.

Nicht vergessen, grundsätzlich gilt, dass der Kenntnisnachweis bei Ausübung des Modellflugsports mitgeführt werden muss. Denn soll außerhalb von Modellfluggeländen, auf der vielzitierten „grünen Wiese“, die 100-Meter-Grenze mit Flugmodellen überwunden werden, geht dies nur mit dem Kenntnisnachweis. Für Multikopter gilt die Höhengrenze von 100-Meter, es sei denn, der Steuerer eines Multikopters ist im Besitz einer behördlichen Ausnahmegenehmigung nach §21b Absatz 3 LuftVO-E.

  • Modellfluggelände vs. Kenntnisnachweis

Kein Kenntnisnachweis erforderlich auf Modellfluggeländen. Eigentlich ein positiver Aspekt der neuen Verordnung, bedeutet dies doch eine Stärkung und Besserstellung des Vereinsflugbetriebes. Auch wenn der Verordnungstext eindeutig ist, ist er nicht ganz präzise formuliert und es gab hier die nachhaltigsten Nachfragen.

Mit einem Schreiben des Staatssekretärs im BMVI, Herrn Odenwald, an den DAeC Vizepräsidenten Gunter Schmidt, wurde die Ansicht des DAeC bestätigt. Zitat aus diesem Brief: „Auf genehmigten Modellfluggeländen gilt die 100-Meter-Grenze nicht (§21b Absatz 1 Nummer 8 Buchstabe a); auch ein Kenntnisnachweis für den Betrieb von Geräten über 2 kg Startmasse ist auf Modellfluggeländen nicht erforderlich (§21a Absatz 4 Satz 2).

Modellflugkommission im LVN
Klaus Preen
Wolf-Dietrich Dolzinski

 

Die Bundeskommission Modellflug berichtet bzw. informiert

 
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